Dienstag, 14. April 2015

Konzertkritik: DeSchoWieda in der Erdinger Stadthalle am 11.04.2015



Wenn die Groupies Dirndl tragen



 Am vergangenen Samstag gastierten die Newcomer „DeSchoWieda“ in der ausverkauften Erdinger Stadthalle. Noch wenig bekannt, erhielt die Band aber bereits im Vorfeld für Ihre Mischung aus traditionellen bayrischen Klängen, Weltmusik und frechen eingängigen Texten viele Vorschusslorbeeren. Von Sat1 über BR bis hin zur Bild Zeitung, alle berichteten über die 3 Erdinger Jung’s, die mit ihrem ersten Video „Nimma“, einer bayrischen Coverversion des Titels:“Timber von Pitbull feat. Ke$ha“, auf Anhieb über 2 Millionen Klicks auf Facebook erhielten. Nun galt es diese, vor heimischem Publikum zu rechtfertigen.



Mit der Tegernseer Tanzlmusi als Vorband, gibt es aber erst einmal deftige Volksmusik auf die Ohren. Man muss es nicht unbedingt mögen, dennoch beweisen „DeSchoWieda“ damit, dass Sie Ihr Publikum sehr gut kennen. Denn bei aller Moderne, Tradition wird immer noch gelebt und so zeigen sich auch alsbald die ersten roten Damengesichter, während sich die Dirndl wild im Walzer drehen. Genau das richtige Anheizen für das heutige Publikum, oder wie man im Fachjargon zu sagen pflegt, gscheid o’ Hoazn.

 

Nach einer kurzen Pause kommen dann auch die eigentlichen Protagonisten auf die Bühne. Max, Tobi und Johannes brauchen nicht lange um das Publikum musikalisch aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu holen. Sie vereinen hier immer wieder gekonnt, ein breites Spektrum an musikalischen Einflüssen mit bayrischen Klängen und bringen das sehr stimmungsvoll auf die Bühne. Es macht einfach Spaß bei z.B da Grantler, mitzusingen und spätestens bei „Oh Mare“, wenn Tuba und Harmonika dem Kontrabass und der Geige weichen, hält niemand mehr still. Auch die Entscheidung, für den 4. Musiker am Schlagzeug, unterstützt den runden Gesamteindruck den die Jungs hier abliefern. 


Die Stimmung ist großartig, das erdinger Publikum erlebt hier ein mitreißendes Konzert, dass von Tradition bis Moderne alles beinhaltet ohne dabei das Eine oder das Andere überzustrapazieren. So lässt man dann auch den gelungenen Abend gemütlich auf der After-Show Party bei Klängen von „Da Rocka und da Waitler“, ausklingen.






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